Saubere Luft in Freiburg – Feinstaubsensoren basteln

Auch in Freiburg wird das Thema saubere Luft heiß diskutiert. Die deutsche Umwelthilfe versucht das Recht auf saubere Luft vor dem Verwaltungsgericht auch in Freiburg zu erstreiten, da die Grenzwerte für Stickoxide auch in Freiburg deutlich überschritten werden.

Schafft es die Stadt Freiburg nicht, durch eine Reihe von milden Maßnahmen (Tempo 30, Mobilitätsapp, Warten auf die Fahrzeugindustrie, Zuflußregulierung, Ampeloptimierung, …) drohen Maßnahmen wie eine Pförtnerampel an der B31 irgendwo bei Kappel oder auch ein Fahrverbot für EURO 4 Diesel im Bereich der Umweltzone ab dem 1.1.2020.

Wohlgemerkt beeinflussen auch niedrigere Dauerbelastungen die Gesundheit und die Vegetation negativ.

“Wir denken immer, Luftverschmutzung ist in Green City kein Problem und wenn dann kümmern sich die Behörden um das Thema. Das ist leider nur bedingt richtig: Jeder kann einen Beitrag leisten. Zunächst mal um auf das Thema aufmerksam zu machen. Dann auch indem er sein eigenes Verhalten überdenkt.”, so Sebastian Müller.

Feinstaubsensoren basteln
20.5. 20:00 ,
FREILab Freiburg e.V.Ensisheimer Str. 4 – Hinterhof – 79110 Freiburg

Auch das Thema Feinstaub bewegt Freiburg. Obwohl „nur“ Fahrverbote wegen Stickoxiden drohen, sind auch viele Freiburger besorgt über hohe Feinstaub Werte oder wollen sich einfach zum Thema saubere Luft engagieren. Auch in Freiburg wurde im letzten Jahr der Grenzwert mehrmals überschritten.
Deshalb basteln wir eigene Feinstaubsensoren, die ihre Daten per WLAN auf eine gemeinsame Karte übertragen (http://opendata-stuttgart.github.io/feinstaub-map/).
Löten ist nicht notwendig. Lediglich Kabel zusammenstecken.

Sebastian Müller: “Das wird sehr anschaulich erklärt und angeleitet. Wer schonmal das Ladekabel seines Handys eingesteckt hat, kann auch einen Sensor bauen. Wer schon mal seinen Router konfiguriert hat, den Sensor anschliessen. Ich hoffe, dass dann viele Bürgerinnen und Bürger einen Sensor mitnehmen und bei sich daheim ans WLAN anschliessen, so dass er ständig die Luftdaten misst und wir auch ein Freiburger Bürger Luftdaten Meßnetz bekommen.”

Das Basteln wird angeleitet und alles gut erläutert.
Umkostenbeitrag für Material: 30 EUR.
Referent: Sebastian Müller

Für Rückfragen: Sebastian Müller, sbamueller@gmail.com

Antworten auf den Fragebogen von „Unser Schauinsland“

  • Halten Sie die Energiewende, wie sie zur Zeit durchgeführt wird als zielführend?

Wir möchten eine zügigere Energiewende und hoffen insbesondere umweltschädliche Braunkohlekraftwerke so schnell wie nur möglich abzuschalten. Nur so kann Deutschland seine vereinbarten Klimaziele schaffen und die Erhitzung unseres Planeten auf 1,5 °C begrenzen. Bereits eine Erwärmung um im Durchschnitt „nur! 1,5°C hat dramatische Folgen, alles andere wäre katastrophal und würde die weitere Existenz der Menschheit in Frage stellen.

Darüber hinaus wollen wir kommunal weitere Anstrengungen unternehmen um den CO2 Ausstoß zu reduzieren, den Energieverbrauch zu senken und die Erzeugung erneuerbarer Energien auszubauen, etwa durch Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Solarenstromerzeugung.

  • Wie steht Ihre Liste zum Windkraftausbau im Schwarzwald?

Grundsätzlich sollte elektrischer Strom ohne CO2 Produktion so nahe wie möglich am Verbraucher produziert werden. Auch im Südbaden nutzen Menschen elektrische Energie. Würde man Windkraft alleine auf die Küste und das Norddeutsche Flachland beschränken, bedeutet das einen weiteren Ausbau der nach Süden führenden Hochspannungsleitungen. Auch diese sind wenig landschaftsbildfördernd.

Im Schwarzwald gibt es zahlreiche Gebiete, in denen ein Windkraftausbau wirtschaftlich und ökologisch vertretbar ist.

Der Schwarzwald ist im Vergleich zu den Wäldern in Norwegen oder Finnland keine unberührte Natur, sondern eine durch Menschen geschaffene und aufrechterhaltene Kulturlandschaft.

Seit Menschen im Schwarzwald siedeln, verändern sie diese Landschaft. Zum Beispiel haben sie den durchgängigen Wald abgeholzt, um darin Siedlungen und Weiden anzulegen, heute bezahlen wir Bauern diese Weiden offen zu halten, sonst würde der Schwarzwald zuwachsen. Seit Beginn der Industrialisierung werden durch den Schwarzwald Eisenbahnlinien, Straßen und Autobahnen, Industrieanlagen, Spaßbäder gebaut. Seen werden zur Energiegewinnung aufgestaut und selbst Zementsilos stehen unter Denkmalschutz.

Viele der im Schwarzwald heimischen Tiere und Pflanzen würden eine Erwärmung um 1.5° C nicht oder nur durch Verdrängung weiter nach oben überleben.

Windkraft ist eine bewährte, kostengünstige, umweltfreundliche und sichere Energiequelle. Deshalb stehen wir grundsätzlich positiv zum Ausbau der Windkraft auch im Schwarzwald.

  • Wie steht Ihre Liste zu dem Windkraftprojekt am Schauinsland / Taubenkopf?

Wir befürworten das Projekt.

  • Gibt es Kandidaten auf Ihrer Liste, welche dieses Projekt ablehnen. Wann ja welche?

Es hat sich auf einen Aufruf über unsere Mailingliste keiner gemeldet.

  • Wird durch die gesundheitliche Gefährdung die Lärm- und Infraschall Emissionen nicht das höchste Rechtsgut unserer Gesellschaft, das Persönlichkeitsrecht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit, durch den Abstand von 480m zur nächsten Wohnbebauung, ausgehebelt?

Verglichen mit anderen künstlichen Quellen, wie Autos oder Flugzeugen geben Windkraftanlagen nur wenig Infraschall ab. Bei PKWs liegen die gemessenen Infraschall-Pegel im Innenraum bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h um mehrere Größenordnungen über den an Windkraftanlagen gemessenen Werten.

Windkraftanlagen liefern keinen wesentlichen Beitrag zum Vorkommen von Infraschall in der Umwelt; Infraschall entsteht etwa auch durch Wind der an Blättern vorbeistreicht, Verkehrslärm und andere natürlich Quelle. Die von Windkraftanlagen erzeugten Infraschallpegel liegen deutlich unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwellen. Es existieren derzeit keine wissenschaftlich belastbaren Erkenntnisse, die vermuten lassen, dass von Infraschall in diesem Pegelbereich schädliche Wirkungen ausgehen. Insbesondere auch nicht in Entfernungen von mehreren hundert Metern.

Krankheitssymptome, die dem Infraschall von Windkraftanlagen zugeschrieben werden, gelten als „kommunizierte Krankheit“, die von wenigen Ausnahmen abgesehen erst nach 2008 gemeldet wurden, als Anti-Windkraft-Gruppen damit begonnen hatten, Windkraftanlagen als gesundheitsschädlich darzustellen.

Die Lärmemissionen bewegen sich im Abstand von 480 bzw. 1600 m im vertretbaren Bereich.

Grundsätzlich konzentrieren wir uns auf Lärmreduktion an den Stellen, wo belegbare gesundheitsschädliche Effekte nachweisbar sind, etwa durch Umsetzung des Lärmaktionsplans der Stadt Freiburg, insbesondere durch weniger Verkehrslärm. Der größte Verursacher von Verkehrslärm ist der Automobilverkehr.

  • Halten Sie es für sinnvoll den Naturschutz dem Klimaschutz durch Windkraft unterzuordnen?

Grundsätzlich ist das höherwertige Ziel der Klimaschutz. Erwärmt sich unser Planet stark, daher um mehr als 1.5°C gegenüber dem vorindustriellen Mittel, werden viele Biotope die wir jetzt mit großen Anstrengungen beschützen, gerade im Bereich des Schwarzwaldes, alleine durch die Erderhitzung zerstört.

  • Kann die Windkraft eine gesicherte Stromversorgung gewährleisten?

Windkraft kann zusammen mit anderen erneuerbaren Energiequellen, einer intelligenten Lastregelung, Stromspeichern und durch die Verteilung der Anlagen über eine große Fläche eine gesicherte Stromversogung gewährleisten.

Stadtteilrundgang im Vauban – Oder wie barrierefrei ist Vauban?

Bei strömendem Regen versammelten sich heute einige Unterstützerinnen und Unterstützer der Liste Teilhabe und Inklusion im Vauban, um den Stadtteil auf Barrierefreiheit zu testen.

Spitzenkandidat Ramon Kathrein hat mit der sehr interessierten Gruppe zuerst das GreenCity-Hotel besucht, welches als Inklusionsbetrieb konzipiert ist und als Vorzeigeprojekt für die gleichberechtigte Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung gilt. Hier arbeiten gleich mehrere schwerbehinderte Menschen gleichberechtigt im Betrieb mit. Auf dem ersten Arbeitsmarkt, mit Tariflohn. Sie sind somit in der Lage, ihr Leben eigenständig zu finanzieren und sind nicht auf Grundsicherung angewiesen, wie dies bei einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Fall wäre. Wir wünschen uns vielmehr solcher Positivbeispiele in Freiburg.

Dann ging es über die barrierefreien Gehwege und Straßen in Richtung Kinderabenteuerhof. Auch dieser ist vorbildlich gestaltet und bietet eine Menge inklusiver Spielmöglichkeiten. Leider war er heute geschlossen und konnte nicht von innen besichtigt werden. Auf dem Bild sieht man jedoch, in welch schlechtem Zustand der Dorfbachweg davor ist. Dessen Sanierung wird schon viele Jahre von den Bewohnenden des Stadtteils gefordert und von uns natürlich unterstützt.

Die Tour führte uns schließlich an der Vaubanaise vorbei, die seit ihrer Planung für große Kontroversen sorgte und zeitweise als Wohnprojekt für reiche Behinderte abgestempelt wurde. Diesem Urteil möchten wir aufs Heftigste widersprechen. Die Vaubanaise ist ein wundervoll inklusiv gestaltetes Wohnprojekt, in welchem sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit und ohne Behinderung, zusammengetan haben, um ihren Traum vom individuell gestalteten und so selbständig wie möglich organisierten Leben zu erfüllen. Sie ist ein absolutes Vorzeigeprojekt für inklusives Wohnen in der Stadt. Wir wollen weg von Heimen für Menschen mit Behinderung, hin zu genau solchen oder ähnlichen Wohnprojekten.

Fazit: in Vauban existieren einige Leuchtturmprojekte, was sicherlich zu einem großen Teil dem Engagement der Bewohnenden zu verdanken ist. Der öffentliche Raum in Vauban ist insgesamt schon sehr barrierearm gestaltet, es gibt jedoch sehr viele Häuser, die noch keinen Aufzug besitzen oder nur über Stufen erreichbar sind, was natürlich für einen so neu geplanten und gebauten Stadtteil wiederum sehr schade ist. Dennoch, als Mensch mit Behinderung lässt es sich in Vauban sicherlich sehr gut leben.

Nächste Woche werden wir uns ansehen, wie barrierefrei und inklusiv Zähringen heute bereits ist und was sich Bewohnende für ihren Stadtteil wünschen.

05.05.2019, 14 Uhr, vor dem Edeka nähe Haltestelle Reutebachgasse.

Fragen zur Wahl im Wiehre Journal

Für das Wiehre Journal haben wir auch auf Fragen zur Wahl beantwortet.

• Die Verkehrsadern und Parkräume  in der Wiehre sind chronisch überlastet:  Mit welchen Mitteln wollen Sie das Verkehrschaos in der Wiehre lösen?

Auch für die Wiehre gilt, der öffentliche Nahverkehr muss massiv ausgebaut werden, um eine realistische Entlastung zu erreichen, das bedeutet nicht nur Straßenbahn, sondern auch Busverbindungen und andere neue Angebote einzubeziehen. 

Die Wiehre ist noch alles Andere als barrierefrei ausgebaut, Überall finden sich zu schmale Bürgersteige, teilweise ohne Absenkungen, die zudem noch zugeparkt werden. Dieser Zustand muss sich ändern, Zufußgehende und Fahrradfahrende brauchen mehr Platz, parkende Autos auf Bürgersteigen sind für alle Zufußgehenden eine Gefahr.  

2. Die Wiehre besitzt  eine gewachsene  Sozialstruktur, die durch ständige Mietsteigerungen zunehmend bedroht wird: Wie wollen Sie der zunehmenden Gentrifizierung in der Wiehre entgegensteuern?

50 % sozialer Wohnbau muss auch in der Wiehre konsequent umgesetzt werden, daneben helfen auch Erhaltungssatzungen und städtische Vorkaufsrechte. Auch die Wiehre muss ihren Beitrag leisten und ein inklusiver Stadtteil für alle Menschen werden, das heißt unter Anderem auch konsequent barrierefreien Wohnraum zu schaffen, Geschäfte dabei zu unterstützen, barrierefrei erreichbar zu werden, etc … 

3. Wie werden Sie die Bürgervereine stärker in Ihre politische Arbeit einbinden?

Wir laden die Bürgervereine bereits jetzt ein, sich mit ihren Anliegen an uns zu wenden. Als neue Liste sind wir sehr dankbar über kompetente Ansprechpartner in den Stadtteilen und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Darüber hinaus möchten wir auch Gruppen in die politischen Prozesse einbinden, die bisher nicht eingebunden sind.

Wahlprüfsteine Gesamtelternbeirat Freiburger Kitas

Auch für den Gesamtelternbeirat der Freiburger Kitas haben wir Wahlprüfsteine beantwortet:

  1.        Die Einführung gebührenfreier Kindertagesbetreuung wie etwa in Hamburg oder Heilbronn sehen   wir…
  2.        Eine transparente Platzvergabe und heterogene Gruppen in Kindergärten und Kitas finden wir…
  3.        Den Mangel an Betreuungsplätzen und Erziehern im U3 und Ü3 Bereich lösen wir durch…

Unsere Antworten sind:

  1.       Die Einführung gebührenfreier Kindertagesbetreuung wie etwa in Hamburg oder Heilbronn sehen   wir…  positiv, aber nicht als oberstes Ziel, Ausbau und Qualität der Kitas gehen vor. Wir wollen mehr inklusive Kitas, damit auch Eltern von behinderten Kindern die Möglichkeit haben, einen Kitaplatz in Quartiersnähe zu erhalten. 
  2.        Eine transparente Platzvergabe und heterogene Gruppen in Kindergärten und Kitas finden wir…  Absolut notwendig. Wir möchten zusammen mit den Eltern und engagierten IT Fachleuten das System zur Platzvergabe benutzerfreundlicher gestalten.
  3.        Den Mangel an Betreuungsplätzen und Erziehern im U3 und Ü3 Bereich lösen wir durch…  konsequenten Ausbau von Kitaplätzen und attraktive Arbeitsbedingungen.


Antworten auf den Fragebogen von z’Friburg in der Stadt

Wie schon bei der letzten Gemeinderatswahl interessieren sich die Mitglieder der Händlerschaft sehr für die handels-spezifischen Themen und Ideen, welche Sie als Kandidaten Ihrer Liste in den Wahlkampf mitbringen und haben den Freiburger Listen einen Fragebogen zugesandt.

Wir sehen unsere Antworten als Beginn einer Diskussion. Für jede Diskussion sind offene Fragen und Standpunkte notwendig und nicht Politiker, die einem Belangloses nach dem Mund reden.

Viele von uns hat gewundert, dass Sie Themen wie Inklusion und Barriefreiheit überhaupt nicht erwähnen. Wir haben uns deshalb erlaubt, entsprechende Antworten hinzuzufügen.

Liste Teilhabe und Inklusion lässt Großplakat sprayen.

Liste Teilhabe und Inklusion lässt Großplakat sprayen.

In den letzten Tagen hat der bekannte Street-Art und Graffiti-Künstler Tom Brane für die Liste Teilhabe und Inklusion ein Großplakat gestaltet. Das Unikat entstand an der Ecke Schnewlinstraße-Faulerstraße. Tom zeichnet seit seinem achten Lebensjahr und hat in Freiburg bereits zahlreiche Kunstwerke entworfen, etwa die Gestaltung eines Containers für die freiwillige Feuerwehr oder ein ganzes Haus in der Wiehre.

Tom Brane: “Ich bin selbst in meinem Umfeld von Menschen mit körperlichen Einschränkungen umgeben und sehe die vielen Hindernisse, die Menschen in den Weg gelegt werden. Deshalb habe ich nicht lange gezögert.”

Sebastian Müller: “Während einige Gruppierungen bis zu 26 Motive plakatieren und es inzwischen kaum noch einen Laternenpfahl gibt, an dem kein Wahlplakat hängt, setzen wir auf Klasse und Kreativität um unsere Botschaft rüberzubringen.”

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Liste Teilhabe und Inklusion wendet sich entschieden gegen die Zulassung von E-Rollern auf Gehwegen.

Die Liste Teilhabe und Inklusion wendet sich entschieden gegen die Zulassung von E-Rollern auf Gehwegen.

Gehwege gehören Zufußgehenden!

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Am 17.05. entscheidet der Bundesrat über die Verordnung, die es E-Rollern und anderen elektrischen Kleinstfahrzeugen erlauben soll, Gehwege zu benutzen.
Wir wenden uns entschieden gegen diese Verordnung, da diese Fahrzeuge die Sicherheit auf Gehwegen extrem beeinträchtigt.

Ramon Kathrein, Spitzenkandidat und selbst blind: „Blinde, Mobilitätseingeschränkte, aber auch Kinder und Kinderwagen müssen auf Gehwegen die Sicherheit haben, vor schnell und lautlos heranrollendem Verkehr geschützt zu sein. E-Roller können Fahrradwege benutzen, Gehwege sind ein Schutzraum für Zufußgehende und müssen es bleiben.”

Fragebogen Antworten

In Freiburg muß man bei der Kommunalwahl immer wieder Fragebögen der unterschiedlichsten Gruppen beantworten. Aus Sicht der Gruppen macht das Sinn, weil damit ihr Thema – häufig sind es spezial Themen – in den Mittelpunkt gerückt wird und sie herausfinden, wie sich die Gruppierungen dazu positionieren.

Zum Teil sind die Bögen aber auch seltsam: Da gibt es Items, die nach unterschiedlichen Dingen fragen, also Doppel- oder Dreifachfragen. Dann gibt es Fragen, die sind so speziell, dass man darauf keine Antwort weiß oder auch Fragen, die nicht gerade auf wissenschaftlicher Grundlage beruhen.

Zum Beispiel im Fragebogen von Ecotrinova e.V., bei dem ich mal expemplarisch die Antwort auf das Thema Elektrosmog und Mobilfunkt hier gepostet habe:

5. Elektrosmog und Mobilfunk

Frage:  Werden Sie sich dafür einsetzen, dass in Freiburg die Grenzwerte für Elektrosmog wo immer möglich allgemein und insbesondere beim Mobilfunk sehr stark verschärft werden, dass Freiburg beim neuen Standard G5 einen Ausbaustopp beschließt, dass Alternativen bevorzugt werden und dass die Bevölkerung, insbesondere Schwangere, Kinder und Jugendliche, auch in Schulen vollumfänglich geschützt wird?

Ihre Antwort: bitte ankreuzen: O JA, X NEIN, O Enthaltung

Wir sehen derzeit keinen wissenschaftlichen Nachweiß für die Schädlichkeit von 5G Netzen. Besonders Horrorvorstellungen von Baumsterben und Sendemasten alle 200 m sind eher ins Reich der Verschwörungstheorien zu verweisen, als der belastbaren und wissenschaftlich haltbaren These.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf folgende Artikel aus den Debunk Blogs:

Für uns steht der Einsatz gegen Umweltgifte, deren Schädlichkeit deutlich bewiesen ist, wie Feinstaub, Stickoxide, oder Neonikotinoide und Lärm im Vordergrund. Hier gilt es in Freiburg deutliche Maßnahmen zu ergreifen. (siehe: https://www.umweltbundesamt.de/themen/stickstoffdioxid-belastung-hintergrund-zu-eu) Gerade vor dem Hintergrund, dass die Grenzwerte verfehlt werden. Und selbst wenn sie nicht verfehlt würden, gälte es die Belastung deutlich zu reduzieren.

Die Stadt Freiburg baut zusammen mit der The Things Network Community Freiburg derzeit an einem offenen (für alle Bürger kostenfreien) Netz für das Internet der Dinge, welches mit einem strahlungsarmen Standard arbeitet, darunter werden unter anderem auch Feinstaubsensoren angeschloßen und etwa Stadtklima Projekte betrieben (siehe: https://twitter.com/sbamueller/statuses/1088814320832704513)

Den gesammten Fragebogen gibt es hier zum Download:

Wahlprufsteine Kommunalwahl Fre iburg iBr ECOtrinova eV endg