Wie barrierefrei ist…?

Liste Teilhabe und Inklusion lädt zu Stadtteilspaziergängen ein.

Der Spitzenkandidat, Ramon Kathrein, lädt Bürgerinnen und Bürger ein, ausgewählte Stadtteile gemeinsam zu erkunden und auf ihre inklusiven Maßnahmen und Barrieren zu testen.

Sie sind aufgefordert, den Rundgang gemeinsam zu gestalten, auf Orte aufmerksam zu machen, die für den Stadtteil wichtig sind, auf positive und auf negative Beispiele.

Gerne können Sie im Vorfeld Ihre Anregungen an uns senden, wir entscheiden dann gemeinsam, wie der Spaziergang verläuft.

Als besondere Veranstaltung wird uns am 12.05. Rüdiger Binkle zu den historischen Orten in der Innenstadt führen, die Zeugnis von den menschenverachtenden Euthanasieverbrechen im Nationalsozialismus ablegen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termine:

28.04., 14:00 Uhr, Vauban St. Georgen. Treffpunkt am Green City Hotel

05.05., 14:00 Uhr, Zähringen, Treffpunkt am Platz der Zähringer vor dem Edeka.

12.05., 14:00 Uhr, Rundgang zu den Zeitzeugnissen der Euthanasie im Nationalsozialismus, Treffpunkt Europaplatz am Siegesdenkmal

19.05., 14:00 Uhr, Tiengen, Treffpunkt beim Bürgerhaus.

Barrierefrei Leben mit 3D Druckern;Vortrag und Diskussion mit Milad Khani, M.Sc.

Barrierefrei Leben mit 3D Druckern;
Vortrag und Diskussion mit Milad Khani, M.Sc.
29.4. 19:00 Freilab, Ensisheimer Str. 4,

im Hinterhof, 79110 Freiburg im Breisgau

Milad Khani hat beim Fraunhofer Institut gearbeitet und zu Themen der Spannungsumwandlung bei Batterien geforscht. In seiner Freizeit engagiert er sich im Freilab und dort besonders im Bereich der neuartigen 3D Drucker.

„Mit 3D Druck können wir individuell und günstig Möbel und andere Gegenstände zugänglicher machen, etwa durch größere Bedienelemente oder Erhöhungen von Sitzgelegenheiten.“, erklärt Milad Khani.

„Wir wollen zeigen, das man mit aufregender moderner Technik Menschen helfen kann und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, so Sebastian Müller, Platz 2 der Liste Inklusion und Teilhabe, der die Veranstaltung organisiert hat.

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Liste Teilhabe und Inklusion stellt Wahlplakate vor

Die Liste “Teilhabe und Inklusion” hat heute ihre Wahlplakate für den Kommunalwahlkampf vorgestellt, die zum Nachdenken anregen und so ganz anders aussehen als klassische Wahlplakate.

Wir wollen bewusst die ansprechen, die nicht direkt betroffen sind und zum Nachdenken anregen. Wir wollen deutlich machen, dass Inklusion alle betrifft. Behinderung betrifft auch Menschen, die etwa im Laufe ihres Lebens durch Krebs oder einen Schlaganfall eingeschränkt werden und auch solche Personen, denen man es gar nicht ansieht.

Von einer hindernisfreien Stadt profitieren Eltern mit Kinderwagen, Menschen, die wenig Deutsch sprechen oder auch einfach Leute mit Gepäck“, erklärt Wahlkampfmanager Sebastian Müller, der auch auf Platz 2 der Liste antritt.

In den Plakaten konzentriert sich die Liste auf drei Themenbereiche:

1. Einschränkung des Sehvermögens – Blindheit
2. Einschränkung der Mobilität – Rollstuhl
3. Einschränkung im Verständnis – Leichte Sprache

Dazu wurden drei Headlines erarbeitet, die aufmerksamkeitsstark die Themen adressieren:

1. Blindheit: „Was wäre, wenn Du das hier gar nicht sehen könntest?“
2. Rollstuhl: „Stell Dir vor, es ist Wahl und Du kommst nicht hin.“
3. Leichte Sprache: „Wie wunderbar wären verständliche Wahlprogramme.“

Ergänzt werden alle drei Varianten mit einem erklärenden Text.


Unterstützt wurde die Liste von der Freiburger Werbeagentur feyka&herr. „Wir haben uns bewusst für ein Konzept entschieden, das Denkmuster durchbricht und auch gestalterisch abseits klassischer Wahlplakate liegt. Als ‚kleine Liste’ mit einem Nischenthema ist das der richtige Weg um aufzufallen.” erklärt Bernd Feyka von der Werbeagentur feyka&herr in Freiburg.

Geplant sind 605 Plakate. 5 Plakate haben eine besondere interaktive Funktion, die jetzt noch nicht verraten wird. Abgerundet wird das Angebot noch durch einen Flyer in einfacher Sprache, den Auftritten in den sozialen Medien und die Homepage.

Für Rückfragen: Sebastian Müller, sbamueller@gmail.com,

Liste Teilhabe und Inklusive stellt Wahlprogramm in einfacher Sprache vor.

„Einfache Sprache bedeutet, Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Deshalb haben wir unser Wahlprogramm in einfache Sprache übersetzen lassen.“, so Wahlkampfmanager Sebastian Müller.

Es ist ab sofort auf unserer Website auf: https://ltifreiburg.com/wahlprogramm-in-einfacher-sprache/ und ab Ende der Woche als Flyer verfügbar.

Bei der Übersetzung hat Max Grässlin, Platz 6, geholfen.

Texte in einfacher Sprache haben bewußt kurze Sätze, einfache Satzstrukturen und wenig Kommata, Wörter werden mit Bindestrich verbunden und nicht zusammen geschrieben, sie verzichtet auf Fremdworte, Redewendungen oder Anspielungen. Damit passt sie sich an die Lesekompetenz breiter Bevölkerungsgruppen an.

Wie du uns im Wahlkampf helfen kannst

Grundsätzlich und immer gerne gesehen:

  • Montags 18:00 zu den Planungstreffen kommen.
  • Uns Auslagen für Wahlkampf bezahlen. Dazu einfach Kontakt mit Sebastian Müller aufnehmen: sbamueller@gmail.com
Damit solche schönen Plakate hängen, brauchen wir deine Hilfe!

Offline:

wenig Zeit
– Kollegen, Freunden, im Verein, Bekannten erzählen, dass man kandidiert
– Flyer oder ähnliches dabei haben und Leuten, die man kennt, bei Gelegenheit geben
– Flyer an Plätzen “liegen lassen”, an denen man sich eh aufhält
– subversiv einen Aufkleber irgendwo anbringen, etwa Ampel an der Menschen stehen (das ist legal, solange man den wieder weg bekommt)
– ein Plakat im Umfeld aufhängen, etwa auf den Balkon oder hinters Fenster

etwas Zeit
– Am Samstag auf einen Stand vorbei kommen (gerne auch spontan)
– sich vor den Supermarkt um die Ecke stellen und einfach eine Stunde jedem einen Flyer in die Hand drücken. Das ist super, geht auch spontan. Geht auch in der Stadt.
– Flyern etwa an der Mensa wenn man da eh Essen geht. Grundsätzlich sind Schlangen immer eine gute Idee, weil Leute eh warten müßen und dann Zeit haben bzw. gerne etwas Ablenkung.

viel Zeit
– Aktionen planen
– Stand planen bzw. Verantwortung für einen Stand übernehmen
– beim Plakatieren helfen (Wochenende 12.4) auch das dauert nur ca 2 – 3h, wenn jeder hilft.

online

wenig Zeit:
– Facebook Profilbild Rahmen:
– Header Bild ändern
– in sozialen Medien Beiträge von uns teilen oder liken
– in sozialen Medien schreiben, dass man kandidiert und dass das toll ist

(das sind alles Aktionen die uns helfen und wirklich nur Minuten brauchen, aber schon was bringen)

etwas Zeit
– einen Beitrag für das Blog verfassen und an mich mailen, damit ich ihn online stellen kann
– selbst auf Facebook etwas schreiben (wie wars am Stand, an einer Aktion, …)
– einen Beitrag von uns in die bekannten Netzwerke auf FB (Netwerk Freiburg, Freiburg und Umgebung, Netzwerk Haslach, …) teilen.

viel Zeit und Planung
– Hilfe bei insta, fb, twitter etwa über einen gemeinsamen Zugang zu diesen Diensten
– FB Beiträge vorbereiten (bild aussuchen, bearbeiten, hochladen, Zeitpunkt festlegen)
– Das Layout des Blogs anpassen

Hinweis

– Am Arbeitsplatz darf man in der Pause erzählen, dass man kandidiert, so wie man allgemein über private Dinge sprechen darf.
– Infomaterial auslegen bitte nur mit Zustimmung des Chefs oder Betriebsrat. ggf. ist es für die Kollegen schon interessant zu wissen, dass einer von ihnen was macht. Kunden oder Klienten würde ich es nicht von mir aus erzählen.
– Für Lehrer und bei Kinderbetreuungen gelten besondere Regeln.

Spitzenkandidat Ramon Kathrein im Interview mit TV Baden Süd

Ramon Kathrein, seit 2010 aktiv im Behindertenbeirat, erklärt, wie es zur Liste Teilhabe und Inklusion kam:
“Das Thema Teilhabe ist für uns so wichtig! Wir wollen es einfordern in jeder Entscheidung im Gemeinderat und nicht nur wenn es gerade schön ins Bild passt.

Oft werde Barrierefreiheit gegen die Stadtgestaltung ausgespielt. “Das muß man in den Köpfen weg bekommen. Wir wollen inklusive Quartiersentwicklung und da ist es sehr wichtig, dass man von Vorhinein plant, dass die Infrastruktur für alle barrierefrei erreichbar ist. Kulturelle Teilhabe ist ein großer Punkt, da hat sich wenig getan bisher. Oder auch, dass Wahlprogramme von Parteien in einfacher Sprache verfügbar sind.

Es handele sich um ein Querschnittsthema das durch alle anderen Themen durchgeht.

Das gesammte Interview zum anschauen auf TV Baden Süd

Liste Teilhabe und Inklusion darf an Gemeinderatswahl teilnehmen

Liste Teilhabe und Inklusion darf an Gemeinderatswahl teilnehmen

Stadtrat Johannes Gröger (Freie Wähler) findet eine sichere Auszählung „unwichtig“.

Sitzung des Wahlausschusses beschließt, dass die Liste Teilhabe und Inklusion an den Gemeinderatswahlen teilnehmen kann.

Sebastian Müller, Platz 2 und Obmann der Liste, entsetzt über Verhalten von Walter Gröger Stadtrat der Freien Wähler im Wahlausschuss.

Man würde denken, die Sitzung des Wahlausschusses für die Gemeinderatswahl sei eine reine Formalie, auf der man sich beschränkt die Wählbarkeit der rund 18 Listen festzustellen. Das war sie auch, bis mehrere Anwesende Fragen zur elektronischen Auszählung der Stimmen stellten und die Verwaltung erklärte, dass sie zur Auswertung der Kommunalwahl eine Software vom Hersteller „PC Wahl“ einsetzt.

PC Wahl ist der gleiche Hersteller, der eine unsichere Software zur Auswertung der Bundestags- und Landtagswahl in Hessen eingesetzt hat, was dann durch Recherchen von Mitgliedern des Chaos Computer Clubs herauskam.

Hinweise auf diese Problematik und der Wunsch nach offener Software kamen dabei nicht nur von den Vertretern der Liste Teilhabe und Inklusion, sondern auch aus Richtung der Kulturliste, aber auch von der FDP.

Während diese Sorgen und die Anregung, man solle in Zukunft auf ein quelloffenes Programm, sog. Open Source Software, umsteigen und solche ggf. mit anderen Städten zusammen entwickeln von Bürgermeister Stefan Breiter als wichtig bezeichnet wurde und er zusagte, dies mitzunehmen, brüllte Stadtrat Johannes Gröger von den Freien Wählern „unwichtig“ in den Saal.

Sebastian Müller, Kandidat auf Platz 2 der Liste Teilhabe und Inklusion, war als Obmann in der Sitzung des Wahlausschusses anwesend und ist entsetzt:
„Offensichtlich ist eine sichere und zweifelsfreie Auszählung der Stimmen für die Gemeinderatswahl kein Anliegen von Johannes Gröger.“

Müller weiter: „Als Rechtsanwalt wird Herr Gröger derzeit von der Anwaltskammer mit einem unsicheren und fehlerhaften elektronischen Anwaltspostfach gepiesackt. Er sollte Fragen dazu nachvollziehen können und wenn er es nicht kann, dann gebietet es die Höflichkeit gegenüber anderen, sich nicht derartig abschätzig zu äußern.“

Für Rückfragen: Sebastian Müller, listeteilhabeundinklusion@gmail.com

Liste Teilhabe und Inklusion stellt sich erfolgreich zur Kommunalwahl auf.

Teilhabe und Inklusion als Leitgedanke für nachhaltige Stadtpolitik

Liste Teilhabe und Inklusion stellt sich erfolgreich zur Kommunalwahl auf.

Freiburg: Am Montag, den 11.03., hat die neue Liste Teilhabe und Inklusion ihre Kandidat*innenliste zur Kommunalwahl 2019 aufgestellt.

Auf ihr versammeln sich politisch aktive Menschen mit Behinderung, Angehörige und Unterstützerinnen und Unterstützer der Idee eines inklusiven Freiburgs.

„Teilhabe an der Gesellschaft, also am aktiven Leben, egal ob Freizeit, Bildung, Arbeit, ist ein Menschenrecht. Wir wollen, dass dieses Recht endlich ernstgenommen und konsequent umgesetzt wird. Freiburg hat sich zwar auf den Weg gemacht, eine inklusive Stadt zu werden, dieses Ziel ist aber noch unglaublich weit entfernt. Noch viel zu häufig müssen behinderte Menschen um längst erwirkte Rechte streiten, werden strukturell benachteiligt oder schlicht bei der Planung neuer Infrastrukturprojekte vergessen, noch immer sind sie überdurchschnittlich oft arbeitslos oder haben keine Möglichkeit am Freizeitleben teilzunehmen, weil es an barrierefreien Angeboten mangelt. Dies wollen wir ändern und deshalb treten wir am 26.05. zur Kommunalwahl an“, sagt der blinde Spitzenkandidat Ramon Kathrein, Teilhabeberater und Erlebnispädagoge, der vielen schon durch seine weiße Schäferhündin Julie aufgefallen ist.

In der Mitte: Ramon Kathrein

Auf Platz 2 wurde der Sebastian Müller gewählt, der bereits zweimal für Junges Freiburg im Stadtrat saß.

Den dritten Platz besetzt Rebekka Schütz, Krankenschwester und Kulturhistorikerin, die sich im Freiburger Behindertenbeirat engagiert und gerade im Ausland weilt.

Als prominenten Unterstützer konnte die Liste den bekannten Professor für Heilpädagogik, Jens Claussen, gewinnen, der an der Katholischen Hochschule lehrt und forscht. Er unterstützt die Liste auf dem renomierten 48. Listenplatz.

„Wir haben ein ambitioniertes Wahlprogramm und wollen Freiburg langfristig zu einer inklusiven Stadt weiterentwickeln“, so Kathrein,

„Unter Anderem fordern wir:

  • dass alle Entscheidungen der Stadtpolitik am Leitgedanken der Inklusion ausgerichtet werden
  • dass neue Bauprojekte, Stadtteile und Quartiere konsequent inklusiv gestaltet werden
  • dass Kultur- und Freizeitangebote für alle Menschen erfahrbar gemacht werden
  • Dass Inklusion an Schulen die entsprechend notwendige Unterstützung durch die Politik erfährt und Lehrende, Eltern und Kinder nicht alleingelassen werden, wir wollen Frustrationen entgegenwirken und Schulen mit genügend Mitteln zur Umsetzung inklusiver Maßnahmen ausstatten
  • Dass Geschäfte und Gastronomie auch endlich umfassend barrierefrei werden
  • Dass behinderte Menschen mehr Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten
  • Dass der öffentliche Nahverkehr massiv und barrierefrei ausgebaut wird.“

Das gesamte Wahlprogramm der Liste findet sich unter www.ltifreiburg.com

Dort können sich auch Interessierte und Unterstützer*innen für den Wahlkampf melden.

Für Rückfragen: Ramon Kathrein info@finsterlebnis.de

Liste Teilhabe und Inklusion begrüßt die Abschaffung der Wahlrechtsausschlüsse von Menschen mit Behinderung

Liste Teilhabe und Inklusion begrüßt die Abschaffung der Wahlrechtsausschlüsse von Menschen mit Behinderung

Endlich dürfen auch behinderte Menschen ihr legitimes Recht zu Wählen ausüben. Seit vielen Jahren kämpfen über 85.000 Menschen um ihr Recht, wählen zu dürfen. Seit vielen Jahren hat ihnen dies die Bundesregierung verwehrt. Erst durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde dies geändert und jetzt rechtzeitig zur Kommunalwahl am 26.05. vom Landtag auch für Baden-Württemberg umgesetzt.

Wir begrüßen all die Freiburger Neuwähler*innen und freuen uns mit ihnen, dass unser demokratisches System  wieder ein Stück gerechter geworden ist.

Das Vorgehen der Bundesregierung und auch des Landtags zeigt aber, wieviele Hürden es immer noch für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gibt. Es ist ein Armutszeugnis für die verantwortlichen Regierungen, dass solche haarsträubenden Ungerechtigkeiten erst vom Verfassungsgericht geändert werden müssen, bevor sich in den Köpfen der Abgeordneten etwas bewegt.